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London – der ultimative Citytrip

Es gibt Städte, die man besucht, ein paar Sehenswürdigkeiten fotografiert und anschließend mit dem beruhigenden Gefühl verlässt, sie nun einigermaßen zu kennen. Und dann gibt es London. Die britische Hauptstadt gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Selbst wer zum fünften oder zehnten Mal an die Themse reist, kann plötzlich um eine Straßenecke biegen und sich fragen: Wie konnte ich diesen Ort bislang übersehen?

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London – eine Stadt, die niemals nur eine Stadt ist

Das Reiseziel: London ist gewaltig, vielseitig, geschichtsträchtig und manchmal herrlich widersprüchlich. Königliche Paläste treffen auf Street-Art, jahrhundertealte Pubs stehen zwischen gläsernen Wolkenkratzern, rote Doppeldeckerbusse rollen an futuristischen Gebäuden vorbei und nur wenige U-Bahn-Stationen voneinander entfernt wirken manche Viertel beinahe wie unterschiedliche Städte.

London lebt von diesen Kontrasten.

Am Vormittag kann man durch die ehrwürdigen Säle des British Museum schlendern, mittags in Soho asiatische Nudeln essen, am Nachmittag am Buckingham Palace vorbeispazieren und den Abend mit einem Musical im West End oder einem Pint in einem kleinen Pub ausklingen lassen. Wer möchte, taucht am nächsten Morgen in die alternative Welt von Camden ein, macht einen Spaziergang durch einen königlichen Park oder fährt nach Greenwich und steht plötzlich auf dem berühmten Nullmeridian.

Langweilig? Wohl kaum.

Dabei sollte man London nicht ausschließlich als Aneinanderreihung berühmter Sehenswürdigkeiten betrachten. Die eigentliche Faszination entsteht häufig zwischen den Attraktionen: wenn ein schwarzes Taxi durch eine regennasse Straße fährt, der Duft frisch gebackener Pies aus einem Pub strömt oder man auf einer Parkbank sitzt und ringsherum ein halbes Dutzend Sprachen hört.

London ist eine Weltstadt im wörtlichen Sinn.

Rund 9,1 Millionen Menschen leben in Greater London. Die Metropole erstreckt sich über ungefähr 1.572 Quadratkilometer und gehört damit zu den größten Städten Europas. London liegt in England und ist Hauptstadt sowohl Englands als auch des gesamten Vereinigten Königreichs. Ein deutsches „Bundesland“ gibt es in dieser Form nicht; die übergeordnete Verwaltungsregion heißt Greater London.

EckdatenInformationen
StadtLondon
Einwohnerzahlrund 9,1 Millionen
Flächeca. 1.572 km²
Bundesland / Regionkein deutsches Bundesland; Region Greater London
LandesteilEngland
StaatVereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland
FlussThemse
WährungBritisches Pfund Sterling (GBP)
ZeitzoneGreenwich Mean Time bzw. British Summer Time
SpracheEnglisch
Charakterinternationale Metropole, Kultur-, Finanz- und Regierungszentrum

Gerade die enorme Ausdehnung sollte bei der Reiseplanung nicht unterschätzt werden. Auf der Karte können zwei Sehenswürdigkeiten zum Greifen nah wirken, während die tatsächliche Fahrt eine halbe Stunde oder länger dauert. Wer London wirklich genießen möchte, sollte seinen Tagesplan deshalb nicht bis zur letzten Minute vollstopfen.

Viel schöner ist es, einzelne Viertel miteinander zu verbinden. Westminster lässt sich hervorragend mit dem South Bank kombinieren. Tower Bridge, Tower of London und die City ergeben gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag. Soho, Covent Garden und das West End liegen wiederum so dicht beieinander, dass man sie wunderbar zu Fuß entdecken kann.

Und das Wetter?

Nun ja, London und Regen gehören in der Vorstellung vieler Menschen zusammen wie Fish and Chips und Essig. In Wirklichkeit regnet es keineswegs ununterbrochen. Trotzdem sollte eine leichte Regenjacke ins Gepäck. Das Wetter kann schnell wechseln, und genau darin liegt irgendwie auch ein Teil des Londoner Charmes. Eben noch Sonne im Hyde Park, zehn Minuten später ein kurzer Schauer – und anschließend glänzen die Straßen im Licht.

Wer zum ersten Mal anreist, wird schnell merken, dass London weniger durch einzelne Attraktionen als durch sein Gesamtgefühl begeistert. Die Stadt ist gleichzeitig britisch und international, traditionell und experimentierfreudig, vornehm und herrlich exzentrisch.

Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb so viele Besucher wiederkommen.

London – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Wer London besucht, steht vor einem Luxusproblem: Es gibt schlicht zu viel zu sehen.

Allein mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten könnte man problemlos mehrere Tage füllen. Hinzu kommen Museen, Märkte, Parks, historische Viertel und Aussichtspunkte. Statt also hektisch von Attraktion zu Attraktion zu hetzen, lohnt es sich, einige Höhepunkte bewusst auszuwählen.

Big Ben und Palace of Westminster

Kaum ein Motiv steht so sehr für London wie der mächtige Uhrturm am Palace of Westminster.

Genau genommen heißt der Turm Elizabeth Tower. Big Ben bezeichnet ursprünglich die große Glocke im Inneren, doch im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Name längst für den gesamten Turm verwendet.

Zusammen mit dem neugotischen Palace of Westminster bildet er eine der eindrucksvollsten Stadtkulissen Europas.

Besonders schön ist der Blick von der gegenüberliegenden Seite der Themse. Überquert man die Westminster Bridge in Richtung South Bank und dreht sich um, liegt das gesamte Ensemble vor einem. Früh morgens ist die Gegend erstaunlich ruhig, während sie sich tagsüber in einen lebhaften Treffpunkt für Besucher aus aller Welt verwandelt.

Wer sich für britische Politik und Geschichte interessiert, sollte sich näher mit dem Parlamentsgebäude beschäftigen. Schließlich werden hier Entscheidungen getroffen, die über Jahrhunderte hinweg nicht nur Großbritannien beeinflusst haben.

Westminster Abbey

Nur wenige Schritte entfernt wartet bereits das nächste Schwergewicht britischer Geschichte.

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In der Westminster Abbey wurden seit Jahrhunderten britische Monarchen gekrönt. Königliche Hochzeiten, Staatsbegräbnisse und bedeutende historische Ereignisse sind eng mit der Kirche verbunden.

Doch die Abtei ist weit mehr als eine Kulisse für königliche Zeremonien. Im Inneren befinden sich Gräber und Denkmäler zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Literatur, Politik und Kultur.

Gerade wer sich für Geschichte begeistert, sollte ausreichend Zeit einplanen. Von außen beeindruckt die Kirche durch ihre Architektur, doch erst im Inneren wird deutlich, welche Bedeutung dieser Ort für die britische Geschichte besitzt.

Buckingham Palace und St James’s Park

Was wäre London ohne einen Abstecher zum Buckingham Palace?

Der Palast ist die offizielle Londoner Residenz des britischen Monarchen und für viele Besucher Pflichtprogramm. Das große Tor, die imposante Fassade und das Victoria Memorial davor gehören zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt.

Zu bestimmten Zeiten findet die Wachablösung statt. Sie zieht regelmäßig große Menschenmengen an. Wer einen vernünftigen Blick ergattern möchte, sollte daher nicht erst in letzter Minute auftauchen.

Doch rund um den Palast gibt es noch mehr zu entdecken.

Der angrenzende St James’s Park gehört zu den schönsten Grünanlagen der Innenstadt. Zwischen Blumenbeeten, alten Bäumen, Wasserflächen und überraschend zutraulichen Wasservögeln kann man wunderbar eine Pause einlegen.

Von der Brücke über den See eröffnet sich zudem ein reizvoller Blick auf den Buckingham Palace.

Tower of London – Geschichten zwischen Kronjuwelen und Raben

Der Tower of London wirkt aus der Ferne fast malerisch. Doch seine Geschichte ist alles andere als gemütlich.

Die mächtige Festung an der Themse diente im Laufe der Jahrhunderte als Königspalast, Gefängnis, Waffenkammer und Hinrichtungsstätte. Zahlreiche Geschichten über Machtkämpfe, Verrat und politische Intrigen sind mit ihren Mauern verbunden.

Heute zählen die britischen Kronjuwelen zu den größten Attraktionen.

Doch mindestens ebenso spannend sind die Geschichten der sogenannten Yeoman Warders, besser bekannt als Beefeaters. Ihre Führungen verbinden historische Informationen mit trockenem britischem Humor.

Und dann wären da noch die Raben.

Einer alten Legende zufolge wird das Königreich fallen, sollten die Raben den Tower jemals endgültig verlassen. Ob man daran glaubt oder nicht – zur Atmosphäre des Ortes passt die Geschichte perfekt.

Tower Bridge – weit mehr als eine schöne Brücke

Direkt neben dem Tower überspannt die Tower Bridge die Themse.

Mit ihren beiden neugotischen Türmen ist sie eines der bekanntesten Bauwerke Londons und wird erstaunlich häufig mit der deutlich schlichteren London Bridge verwechselt.

Bereits ein Spaziergang über die Brücke lohnt sich. Wer mehr erfahren möchte, kann die Ausstellung im Inneren besuchen und die oberen Verbindungsgänge betreten.

Von dort eröffnet sich ein außergewöhnlicher Blick auf die Themse und die umliegende Stadt.

Besonders fotogen zeigt sich die Tower Bridge vom südlichen Flussufer. Wer etwas Geduld mitbringt, erlebt vielleicht sogar, wie sich die Fahrbahnen öffnen, um größere Schiffe passieren zu lassen.

St Paul’s Cathedral und die moderne City

Die Kuppel der St Paul’s Cathedral prägt seit Jahrhunderten die Londoner Silhouette.

Nach dem Großen Brand von 1666 wurde die Kathedrale unter Leitung des berühmten Architekten Sir Christopher Wren neu errichtet. Ihr Inneres beeindruckt durch enorme Dimensionen, kunstvolle Details und eine fast feierliche Ruhe.

Spannend ist auch der Kontrast zur unmittelbaren Umgebung.

Nur wenige Straßen weiter ragen die modernen Hochhäuser der City of London in den Himmel. Historische Kirchen stehen plötzlich neben Glasfassaden und futuristischen Bürogebäuden.

Gerade dieser Wechsel macht einen Spaziergang durch Londons Finanzviertel interessant.

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Über die Millennium Bridge gelangt man von St Paul’s direkt hinüber zur Tate Modern und zum Südufer der Themse.

British Museum – einmal durch die Weltgeschichte

London besitzt eine beeindruckende Museumslandschaft, und viele große staatliche Museen können kostenlos besucht werden.

Das British Museum gehört zu den berühmtesten.

Seine Sammlung umfasst Kulturgüter aus Jahrtausenden Menschheitsgeschichte. Ägyptische Mumien, griechische Skulpturen, römische Fundstücke und Objekte aus nahezu allen Teilen der Welt füllen die weitläufigen Galerien.

Das Museum ist so groß, dass der Versuch, wirklich alles an einem Tag zu sehen, beinahe zwangsläufig in erschöpften Füßen endet.

Besser ist es, vorher einige Bereiche auszuwählen.

Auch die Architektur selbst ist sehenswert. Der überdachte Great Court gehört zu den beeindruckendsten modernen Innenräumen Londons.

National Gallery und Trafalgar Square

Mitten am Trafalgar Square liegt die National Gallery.

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Wer Kunst liebt, findet hier Meisterwerke europäischer Malerei aus mehreren Jahrhunderten. Gleichzeitig lässt sich ein Besuch wunderbar mit einem Spaziergang durch das Zentrum verbinden.

Der Trafalgar Square selbst ist einer dieser Plätze, an denen London besonders international wirkt. Straßenkünstler, Touristen, Berufstätige und Schulklassen bewegen sich rund um die Nelsonsäule.

Von hier aus erreicht man zu Fuß innerhalb kurzer Zeit Covent Garden, Leicester Square, Soho oder den Buckingham Palace.

London Eye und South Bank

Das London Eye war ursprünglich als zeitlich begrenztes Projekt geplant. Mittlerweile lässt sich die Skyline ohne das riesige Riesenrad kaum noch vorstellen.

Eine Fahrt bietet besonders bei klarem Wetter einen weiten Blick über die Hauptstadt.

Wer nicht mitfahren möchte, sollte trotzdem am South Bank entlangspazieren. Die Uferpromenade zwischen Westminster Bridge und Tower Bridge gehört zu den abwechslungsreichsten Spazierwegen Londons.

Unterwegs liegen Theater, Restaurants, Straßenkünstler, Buchstände und kulturelle Einrichtungen.

Und immer wieder öffnet sich der Blick über die Themse auf die historische Nordseite.

Am schönsten wird es oft am frühen Abend, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird und sich Londons Lichter im Fluss spiegeln.

Covent Garden – Straßenkunst, Märkte und Atmosphäre

Covent Garden ist einer dieser Orte, an denen man eigentlich nur kurz vorbeischauen möchte und dann plötzlich zwei Stunden verbracht hat.

Im historischen Marktgebäude befinden sich Geschäfte, Cafés und kleine Verkaufsstände. Auf den Plätzen ringsherum treten regelmäßig Musiker, Zauberkünstler und andere Straßenkünstler auf.

Das Viertel eignet sich hervorragend für eine Pause zwischen verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Gleichzeitig beginnt wenige Straßen weiter das berühmte Londoner West End.

Wer Musicals oder Theater liebt, sollte mindestens einen Abend für eine Vorstellung reservieren.

Soho und Chinatown

Soho ist quirlig, bunt und bis spät in den Abend hinein lebendig.

Restaurants, kleine Bars, Theater und Geschäfte sorgen dafür, dass das Viertel fast rund um die Uhr Energie ausstrahlt.

Direkt daneben liegt Chinatown mit seinen charakteristischen Torbögen, chinesischen Restaurants, Bäckereien und Supermärkten.

Gerade kulinarisch lohnt sich ein Abstecher.

Wer anschließend weiterläuft, erreicht schnell Leicester Square und Piccadilly Circus.

Camden Market – Londons etwas wildere Seite

Camden zeigt ein anderes Gesicht der Stadt.

Der Stadtteil wurde für Musik, alternative Mode und seine ungewöhnliche Subkultur bekannt. Rund um Camden Market finden Besucher heute unzählige Verkaufsstände, Shops und Street-Food-Anbieter.

Natürlich ist Camden längst kein Geheimtipp mehr. Am Wochenende kann es ausgesprochen voll werden.

Trotzdem besitzt das Viertel eine Atmosphäre, die sich deutlich vom königlichen Westminster unterscheidet.

Ein schöner Kontrast – und genau solche Gegensätze machen London spannend.

Notting Hill und Portobello Road

Pastellfarbene Häuser, elegante Straßenzüge und der berühmte Portobello Road Market: Notting Hill wirkt stellenweise wie eine Filmkulisse.

Das Viertel ist besonders für Antiquitäten, kleine Geschäfte und seine Architektur bekannt.

Wer schöne Straßenzüge fotografieren möchte, sollte möglichst früh kommen. Später füllen sich die bekanntesten Ecken schnell.

Notting Hill lohnt sich allerdings auch abseits der berühmten Fotomotive. In den Nebenstraßen findet man Cafés, kleine Parks und ruhige Wohnviertel, die eine ganz andere Seite Londons zeigen.

Greenwich – einmal auf dem Nullmeridian stehen

Für Greenwich sollte man ruhig einen halben Tag reservieren.

Das Viertel liegt etwas außerhalb des klassischen Zentrums und wirkt dadurch entspannter.

Berühmt ist Greenwich vor allem für das Royal Observatory und den Nullmeridian, von dem aus die geografische Länge gemessen wird.

Vom Greenwich Park bietet sich gleichzeitig einer der schönsten kostenlosen Ausblicke auf die Londoner Skyline.

Unten am Fluss warten weitere Sehenswürdigkeiten wie die historische Cutty Sark.

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Besonders reizvoll ist die Anreise per Boot über die Themse. Auf diese Weise verändert sich der Blick auf London ständig, während historische und moderne Gebäude am Ufer vorbeiziehen.

Hyde Park und Kensington Gardens

London ist trotz seiner enormen Größe erstaunlich grün.

Der Hyde Park zählt zu den bekanntesten Grünanlagen. Gemeinsam mit den angrenzenden Kensington Gardens bildet er mitten in der Stadt eine riesige Erholungsfläche.

Spaziergänger, Jogger, Familien und Menschen mit Picknickdecken teilen sich Wege und Wiesen.

Wer mehrere Tage in London verbringt, wird eine solche Ruhepause zwischen Museen, U-Bahn-Fahrten und Sehenswürdigkeiten sehr zu schätzen wissen.

Mentalität der Einwohner

Die „Londoner Mentalität“ lässt sich kaum in ein paar Schlagworte pressen – dafür ist die Stadt schlicht zu international.

Menschen aus nahezu allen Teilen der Welt leben hier. Unterschiedliche Sprachen, Religionen, Lebensstile und kulturelle Einflüsse gehören zum Alltag. Genau diese Mischung prägt London vermutlich stärker als irgendein vermeintlich typisch britisches Klischee.

Trotzdem begegnen Reisende einigen Verhaltensweisen immer wieder.

Höflichkeit besitzt einen hohen Stellenwert. Ein „please“, „thank you“ oder „sorry“ geht leicht über die Lippen – manchmal sogar dann, wenn eigentlich niemand etwas falsch gemacht hat.

Auch das berühmte britische Anstehen ist keineswegs erfunden.

Ob an einer Bushaltestelle, im Café oder vor einem Schalter: Wer sich demonstrativ vordrängelt, sammelt keine Sympathiepunkte.

Gleichzeitig sind Londoner Großstadtmenschen. Während der Hauptverkehrszeit geht es schnell. Auf Rolltreppen der Underground gilt traditionell: rechts stehen, links gehen. Wer mitten im Eingang stehen bleibt und erst einmal in aller Ruhe sein Smartphone studiert, macht sich bei Pendlern nicht unbedingt beliebt.

Ist das unfreundlich?

Eigentlich nicht.

Vielmehr hat London seinen ganz eigenen Rhythmus. Millionen Menschen bewegen sich täglich durch ein engmaschiges Verkehrsnetz, und jeder versucht irgendwie, pünktlich anzukommen.

Außerhalb der Rushhour wirkt alles meist deutlich entspannter.

In Pubs, Märkten oder kleineren Geschäften kommt man durchaus schnell ins Gespräch. Der berühmte britische Humor ist häufig trocken, selbstironisch und manchmal so beiläufig, dass man erst Sekunden später merkt, dass gerade ein Witz gemacht wurde.

Auffällig ist außerdem eine gewisse Gelassenheit gegenüber Individualität. London hat schon vieles gesehen. Extravagante Kleidung, ungewöhnliche Frisuren oder unterschiedliche Lebensentwürfe lösen deshalb selten großes Erstaunen aus.

Vielleicht lautet eine der passendsten Beschreibungen daher: In London kann fast jeder ein wenig anders sein, ohne besonders aufzufallen.

Unterhalb finden Sie die 3 beliebtesten  Reiseführer für london zur Reisevorbereitung

Kulinarisches: London schmeckt nach der ganzen Welt

Wer bei britischem Essen ausschließlich an Fish and Chips denkt, unterschätzt London gewaltig.

Natürlich gehört der Klassiker dazu. Knusprig ausgebackener Fisch, dicke Pommes und etwas Malt Vinegar können in einem guten Pub ausgezeichnet schmecken.

Doch Londons Küche reicht weit darüber hinaus.

Eine traditionelle Möglichkeit, britische Küche kennenzulernen, ist der Sunday Roast. Typischerweise kommen gebratenes Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Yorkshire Pudding und reichlich Sauce auf den Teller.

Auch Pies gehören fest zur britischen Esskultur. Unter einer Teigkruste verstecken sich beispielsweise Fleisch, Gemüse oder herzhafte Saucen.

Zum Frühstück kann man sich an ein Full English Breakfast wagen – mit Eiern, Speck, Würstchen, Bohnen, Tomaten und weiteren Bestandteilen. Leicht ist anders, aber satt wird man definitiv.

London wäre jedoch nicht London ohne seine internationale Küche.

Indische Restaurants besitzen seit Jahrzehnten einen festen Platz in der Stadt. Ein Curry in London ist deshalb mindestens ebenso typisch für einen heutigen London-Aufenthalt wie ein klassischer Pub-Besuch.

Hinzu kommen chinesische, japanische, koreanische, karibische, italienische, türkische, arabische, afrikanische und zahllose weitere Küchen.

Für hungrige Entdecker sind Londons Märkte ein Paradies.

Der Borough Market gehört zu den berühmtesten Adressen für Lebensmittel. Hier treffen traditionelle britische Produkte auf internationale Spezialitäten und modernes Street Food.

Auch Camden lockt mit einer enormen Auswahl verschiedener Gerichte.

Und dann wäre da noch der Afternoon Tea.

Scones mit Clotted Cream und Marmelade, kleine Sandwiches und süßes Gebäck werden auf Etageren serviert. In Luxushotels kann daraus ein regelrechtes Ritual werden, während kleinere Cafés günstigere Varianten anbieten.

Wer sparen möchte, sollte übrigens nicht jede Mahlzeit direkt neben den großen Sehenswürdigkeiten einnehmen. Bereits wenige Straßen weiter sind Preise und Qualität häufig deutlich angenehmer.

Die vielleicht wichtigste kulinarische Regel lautet daher: ruhig neugierig sein.

London schmeckt längst nicht nur britisch – London schmeckt nach der Welt.

Wie anreisen zum Reiseziel: London?

Für Reisende aus Deutschland stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

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Am schnellsten geht es normalerweise mit dem Flugzeug. London wird von mehreren großen Flughäfen bedient, darunter Heathrow, Gatwick, Stansted, Luton und London City. Visit London zählt insgesamt sechs große Londoner Flughäfen und weist darauf hin, dass die Transferzeiten ins Zentrum erheblich variieren können.

Genau deshalb sollte man bei günstigen Flugangeboten nicht ausschließlich auf den Ticketpreis schauen.

Ein Billigflug nach Stansted oder Luton kann attraktiv wirken, doch anschließend kommen Transferzeit und Transferkosten hinzu. Heathrow ist durch Bahn und Underground hervorragend angebunden, während London City besonders zentral liegt.

Eine angenehme Alternative ist die Bahn.

Aus Deutschland führt die Reise üblicherweise zunächst nach Paris oder Brüssel und anschließend mit dem Eurostar durch den Eurotunnel nach London. Der Zug kommt direkt am Bahnhof St Pancras International an. Visit London nennt den Eurostar ausdrücklich als attraktive Bahnverbindung aus Europa und weist darauf hin, dass St Pancras der Londoner Endbahnhof ist.

Der große Vorteil: Nach der Ankunft steht man bereits mitten in London und muss keinen langen Flughafentransfer mehr bewältigen.

Natürlich lässt sich London auch mit dem Auto erreichen. Dafür geht es entweder mit einer Fähre oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien. Für einen reinen Städtetrip würde ich das Auto allerdings nur bedingt empfehlen. Verkehr, Linksverkehr, Parkgebühren und Zufahrtsregelungen machen einen eigenen Wagen im Zentrum eher zur Belastung.

Wichtig sind außerdem die Einreisebestimmungen.

Deutsche Staatsangehörige benötigen grundsätzlich einen gültigen Reisepass. Deutschland steht außerdem auf der offiziellen britischen Liste der Nationalitäten, die für entsprechende Reisen eine Electronic Travel Authorisation benötigen.

Die britische Regierung weist aktuell darauf hin, dass die ETA über die offizielle App beziehungsweise online beantragt werden kann. Da sich Gebühren und Einreisebestimmungen ändern können, sollten Reisende die Angaben unmittelbar vor der Reise nochmals auf GOV.UK prüfen.

Ist man erst einmal angekommen, braucht man im Zentrum normalerweise kein Auto. Underground, Busse, Bahnverbindungen und Spazierwege machen die Fortbewegung vergleichsweise einfach.

Und ja: Eine Fahrt im roten Doppeldeckerbus gehört eigentlich mindestens einmal dazu.

Art und Möglichkeiten der Unterkünfte

Bei kaum einer anderen europäischen Metropole ist die Wahl des Stadtviertels bei der Unterkunft so wichtig wie in London.

Warum?

Weil die Stadt riesig ist.

Ein günstiges Hotel weit außerhalb kann zunächst wie ein Schnäppchen wirken. Wenn anschließend jeden Tag lange Fahrzeiten und höhere Transportkosten hinzukommen, relativiert sich der Preisvorteil schnell.

Für Erstbesucher sind zentrale Viertel besonders praktisch.

Westminster bietet kurze Wege zu Big Ben, Buckingham Palace und vielen weiteren Attraktionen, gehört allerdings zu den teureren Gegenden.

Covent Garden und Soho sind ideal für Reisende, die Restaurants, Theater und Nachtleben direkt vor der Tür haben möchten.

Rund um King’s Cross und St Pancras findet man eine gute Verkehrsanbindung und eine breite Auswahl verschiedener Unterkunftskategorien.

South Bank eignet sich hervorragend für Besucher, die gern an der Themse wohnen und viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen möchten.

Wer eine etwas entspanntere Atmosphäre sucht, kann beispielsweise Kensington, Paddington oder Greenwich ins Auge fassen.

Bei den Unterkunftsarten gibt es praktisch alles.

Hotels

Vom einfachen Budgethotel bis zum traditionsreichen Fünf-Sterne-Haus reicht die Auswahl.

Internationale Hotelketten sind in fast allen Stadtteilen vertreten. Für einen kurzen Aufenthalt kann ein schlichtes, zentral gelegenes Hotel sinnvoller sein als eine luxuriösere Unterkunft am Stadtrand.

Bed & Breakfast und kleine Gästehäuser

Wer eine persönlichere Atmosphäre bevorzugt, findet auch klassische Gästehäuser und kleinere B&Bs.

Gerade außerhalb der absoluten Innenstadt können sie ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Komfort bieten.

Hostels

London besitzt zahlreiche Hostels für preisbewusste Reisende.

Neben Schlafsälen bieten viele inzwischen auch private Zimmer an. Für Alleinreisende sind Hostels zudem eine unkomplizierte Möglichkeit, andere Menschen kennenzulernen.

Apartments und Ferienwohnungen

Bei längeren Aufenthalten oder Reisen mit mehreren Personen kann ein Apartment interessant sein.

Eine eigene Küche hilft außerdem, Verpflegungskosten zu reduzieren – in London durchaus ein Argument.

Vor der Buchung sollte man jedoch genau auf Lage, Bewertungen und geltende Vermietungsbedingungen achten.

Luxushotels

Natürlich beherrscht London auch Luxus.

Traditionshäuser rund um Mayfair, Knightsbridge oder Park Lane bieten klassischen britischen Service, elegante Restaurants und teilweise eine Geschichte, die selbst fast schon eine Sehenswürdigkeit darstellt.

Doch egal für welche Kategorie man sich entscheidet: Die Verkehrsanbindung ist entscheidend.

Eine Underground-Station in wenigen Gehminuten Entfernung kann wertvoller sein als ein größeres Zimmer.

Bei der Buchung lohnt deshalb ein Blick auf den Linienplan. Wer morgens erst zwanzig Minuten bis zur nächsten Station laufen muss, wird das spätestens am dritten Tag ziemlich deutlich merken.

Fazit: London lässt sich nicht mit einem Besuch abhaken

Das Reiseziel: London gehört zu jenen Orten, bei denen eine Reise fast automatisch Lust auf die nächste macht.

Vielleicht liegt es an der Mischung aus Geschichte und Gegenwart. Vielleicht sind es die unterschiedlichen Viertel, die scheinbar mühelos ihre eigene Persönlichkeit bewahren. Oder es ist dieses besondere Gefühl, morgens zwischen Pendlern in der Underground zu stehen und wenige Stunden später durch einen königlichen Park zu spazieren.

London kann laut und hektisch sein. Es kann teuer sein. Die Entfernungen sollte man ebenfalls nicht unterschätzen.

Doch die Stadt belohnt Neugier.

Wer nicht nur Big Ben fotografiert, sondern auch durch Nebenstraßen schlendert, Märkte besucht, in einen Pub geht, verschiedene Viertel kennenlernt und sich hin und wieder einfach treiben lässt, entdeckt hinter der weltberühmten Fassade eine außergewöhnlich vielseitige Metropole.

Und wahrscheinlich passiert irgendwann genau das, was so vielen London-Besuchern passiert: Man sitzt auf dem Rückweg zum Flughafen oder im Zug und überlegt bereits, was man beim nächsten Mal sehen möchte.